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Vermögensaufbau

Ab wann lohnt sich Sparen fürs Kind – und wie viel?

von Roland Herrmann
Spezialist für Finanz- und Fürsorgekonzepte für Familien

Zwei Fragen, die sich fast alle Eltern stellen. Auf die erste gibt es eine klare Antwort: so früh wie möglich. Warum das so ist – und warum der Zeitpunkt am Ende mehr zählt als die Höhe der Rate.

Warum der Zeitpunkt wichtiger ist als der Betrag

Der größte Hebel beim Sparen fürs Kind ist nicht die Höhe der Rate – es ist die Zeit. Über einen langen Zeitraum entfaltet der Zinseszins seine Wirkung: Erträge werfen wieder Erträge ab, und genau die frühen Jahre tragen den größten Teil des späteren Vermögens. Wer zur Geburt startet, gibt dem Geld rund 18 Jahre zum Arbeiten. Wer erst mit zehn beginnt, verschenkt mehr als die Hälfte dieser Zeit – das lässt sich später kaum durch eine höhere Rate aufholen. Ein kleiner Betrag, früh angelegt, schlägt oft einen großen, der spät kommt.

Wie viel ist sinnvoll?

Die ehrliche Antwort: Es gibt keine feste Zahl – sie hängt von eurem Familienbudget ab. Viel wichtiger als der „richtige" Betrag ist, überhaupt anzufangen. Eine einfache Faustregel:

  • Startet mit einer Summe, die sich gut anfühlt und nicht wehtut – lieber klein und dauerhaft als groß und irgendwann gestoppt.
  • Das Kindergeld ist eine natürliche Quelle: Schon ein Teil davon, konsequent angelegt, wird über die Jahre zu einem ordentlichen Grundstock.
  • Erhöht die Rate mit der Zeit – etwa jährlich oder wenn sich euer Einkommen verbessert.

Wartet nicht auf den perfekten Moment oder den perfekten Betrag. Der beste Zeitpunkt war die Geburt – der zweitbeste ist heute.

💡 Praxistipp aus der Beratung

Automatisiert es. Ein Dauerauftrag direkt nach dem Gehaltseingang sorgt dafür, dass gespart wird, bevor das Geld ausgegeben ist. So wird aus dem guten Vorsatz eine feste Gewohnheit, um die ihr euch nie wieder kümmern müsst.

Der Betrag ist nur die halbe Miete – die Hülle entscheidet mit

Genauso wichtig wie wie viel ihr spart, ist wie ihr es tut: Über ein Depot oder eine Police? Was ist mit Steuern, mit den Freibeträgen eures Kindes, mit der Kontrolle ab 18? Diese Frage entscheidet mit darüber, wie viel am Ende wirklich beim Kind ankommt. Wir haben sie in einem eigenen Beitrag ausführlich aufgedröselt: Kinderdepot oder Kinder-Police – was ist wirklich besser? →

Der FINKIDZ-Weg

Wir finden mit euch nicht nur die passende Rate, sondern auch die richtige Struktur für eure Situation – provisionsfrei über Honorar. Und wir behalten dabei das große Ganze im Blick: Sparen soll nie auf Kosten des Schutzes gehen. Genau dafür gibt es unsere 8 Bausteine.

Dieser Beitrag ist eine allgemeine, verständlich gehaltene Information und keine individuelle Beratung. Regelungen und Beträge können sich ändern; genannte Werte geben den ungefähren aktuellen Stand wieder. Für eine auf eure Situation zugeschnittene Empfehlung sprecht ihr am besten persönlich mit uns.

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